Leitbild

Leitbild Klinik Haus Vogt

Tradition, Wurzeln und Trägerschaft – Die Klinik Haus Vogt ist eine Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Benannt nach Oskar und Cécile Vogt,  sieht sie sich in einer langen Tradition der Entwicklung und Durchführung innovativer psychotherapeutischer Konzepte. Die Klinik wurde 1975 gegründet und konzipiert von dem Kinder- und Jugendpsychiater Dr. S. Drömann. Trägerin ist die 1971 von Robert Bosch und Dr. Eva Madelung gegründete Stiftung für Bildung und Behindertenförderung, heute Heidehof Stiftung. Die Heidehof Stiftung fördert Projekte und trägt Einrichtungen auf den Gebieten Bildung, Ökologie, Gesundheit, Soziales und Menschen mit Behinderung.

Behandlungskonzept – Das Behandlungskonzept orientiert sich an den Leitlinien der Fachgesellschaften. Ausgehend von psychodynamischen Grundlagen integriert es eine Vielfalt von psychotherapeutischen, medizinischen, pädagogischen, schulischen, ergo- und bewegungstherapeutischen Methoden. Das interdisziplinäre Behandlungsteam erarbeitet einen auf die Erkrankung des Patienten[1] abgestimmten Behandlungsplan.

 

Die 3 Säulen der Behandlung

 

Grundlagen des Behandlungskonzeptes sind die Freiwilligkeit, der Behandlungsauftrag des Patienten und die Unterstützung seiner Bezugspersonen. Die Kinder und Jugendlichen werden nicht auf ihre Erkrankung reduziert, sondern mit ihren Ressourcen gesehen.

In einer von Toleranz, Offenheit, gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägten Atmosphäre wird die Persönlichkeitsentwicklung der Patienten gefördert. Die Mitarbeiter des Hauses sind sich der Tatsache bewusst, dass die Erkrankungen und Störungen der Patienten am besten durch das gemeinsame Handeln der Therapeuten, Ärzte, Sozialpädagogen und Lehrer behandelt werden können. Sie akzeptieren und respektieren den jeweiligen Beitrag der einzelnen Berufsgruppen als wesentlichen Bestandteil des Behandlungsprozesses und handeln als Team zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. Alle Mitarbeiter tragen durch ihr Handeln zu einem gesundheits- und entwicklungsfördernden therapeutischen Milieu bei.

Das Behandlungskonzept setzt nachhaltige Entwicklungen in Gang und wirkt präventiv. Die Planung der nachstationären Versorgung und Vernetzung mit den entsprechenden Hilfesystemen sind wesentliche Inhalte der Behandlung.

 

Krankheitsmodell und Störungsverständnis – Die Erkrankungen, Probleme, Störungen und Symptome werden als Ausdruck unvollständig bewältigter oder fehlgeleiteter Entwicklungsaufgaben im Kontext der gesamten bio-psycho-sozialen Entwicklung verstanden. Diese machen das Zusammenwirken von medizinischen, therapeutischen, pädagogischen und schulischen Hilfen notwendig. Es ist wichtig, zu untersuchen und zu verstehen, aus welchen Gründen und in welchen Zusammenhängen die Kinder, Jugendlichen und ihre Familien bestimmte gesundheitsschädigende Problembewältigungsstrategien entwickelt haben. So wird es ihnen möglich,  alternative, gesundheitsfördernde Lösungsstrategien zu erlernen. Die Klinik schafft Räume und  Angebote, die den Kindern und Jugendlichen helfen, ihre altersgemäßen Entwicklungsaufgaben zu bewältigen. Alle Mitarbeiter wirken am  therapeutischen Milieu mit und dienen den Patienten als Modell für die Entwicklung sozialer und kommunikativer Kompetenzen.

Mitarbeiter – Alle Mitarbeiter legen größten Wert auf die fachliche Qualität der Arbeit. Die Patienten haben Anspruch auf bestmögliche medizinische, therapeutische, sozialpädagogische und schulische Angebote. Sich kontinuierlich fachlich weiterzubilden und über den neuesten Stand der wissenschaftlichen Entwicklung informiert zu sein ist für die Mitarbeiter der Klinik unerlässlich. Dazu gehören der Austausch und die Kooperation mit Fachverbänden und die Mitarbeit in entsprechenden bundes- und landesweiten Arbeitsgemeinschaften. Ein gutes Arbeitsklima liegt im Interesse aller Mitarbeiter und sorgt für eine hohe Arbeitszufriedenheit und Identifikation mit den Zielen der Klinik.

Zielgruppe – Das Behandlungsangebot richtet sich an stationär behandlungsbedürftige Kinder und Jugendliche im Alter von 13-18 Jahren mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen  und deren  Bezugspersonen.

 


[1] Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die zusätzliche Formulierung der weiblichen Form verzichtet. Wir möchten deshalb darauf hinweisen, dass die ausschließliche Verwendung der männlichen Form explizit als geschlechtsunabhängig verstanden werden soll.

Version 2 24. April 2015